Schrift:

 


Vorwort / Ziele

Vorwort

Mann mit Hund auf Schulter, Foto: www.bildfolio.deJeder Tierhalter kennt es: Tiere machen Spaß, vermitteln auf vielfältige Art Lebensfreude und tragen so zur Steigerung unserer Lebensqualität bei. Seit mehr als zwei Jahrzehnten sind die positiven Effekte des Zusammenlebens von Menschen mit Tieren – besonders in den angelsächsischen Ländern – auch Gegenstand von Forschung und Wissenschaft.

Der gezielte Einsatz von Tieren hat sich inzwischen zu einem eigenen Bereich der Pädagogik – der tiergestützten Therapie - entwickelt und ist damit auch bei uns immer mehr ins Rampenlicht der Öffentlichkeit gerückt. Zahlreiche Medienberichte zeig(t)en beispielsweise, wie Kinder mit Behinderungen mit Delfinen schwimmen und auf Pferderücken getragen werden und so nach und nach Körper- und Selbstbewusstsein entwickeln oder wie Strafgefangene, die Tiere verantwortlich erziehen und versorgen, besser resozialisiert werden können.

Unspektakulärer, doch mindestens genauso effektiv und wichtig, sind die Bereiche, in denen alte Menschen vom Umgang mit Tieren profitieren können: Tiere geben alleinlebenden und einsamen Menschen das Gefühl, gebraucht zu werden, sie strukturieren mit ihren Bedürfnissen den Tag, sie halten „ihre" Menschen auf Trab und damit in Bewegung, was sich positiv auf die Gesundheit auswirkt, und sie helfen, schneller und leichter mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. All das wird besonders wichtig, wenn alte Menschen in ein Alten- und Pflegeheim umziehen (müssen). Gerade dann können Tiere helfen: als Freund und Partner, der mit umzieht, als Tröster, als Kontaktbrücke.....

Besondere Bedeutung erhalten Struppi und Co., wenn die „normale" zwischenmenschliche Kommunikation nicht mehr funktioniert, weil (alte) Menschen zum Beispiel an einer Demenz wie „Alzheimer" erkranken. Während viele - Familienangehörige wie professionell Pflegende - keinen Zugang mehr zu den Betroffenen finden, die scheinbar versunken in ihrer eigenen Welt leben, sind Tiere oft so etwas wie „Türöffner" in diese Welt. Die Vierbeiner finden Zugänge, die „Zweibeinern" verborgen bleiben.

Da die Anzahl der an einer Demenz Erkrankten immer weiter steigt, werden auch solche „Türöffner" und ihr gezielter Einsatz immer wichtiger.

Die vom Diözesan-Caritasverband in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) angebotene Weiterbildung „Fachgerechter Einsatz von Tieren in der Altenhilfe" will Menschen, die im Bereich der Altenhilfe - haupt- oder ehrenamtlich - arbeiten (wollen), befähigen, den Einsatz von Tieren zu initiieren, zu planen, durchzuführen und Erfolgskontrollen dazu vorzunehmen.

Denn um dauerhaft Wirkungen im Sinne einer Steigerung der Lebensqualität aller Beteiligten zu erzielen, sollten die Begegnungen zwischen Mensch und Tier in der Altenhilfe nicht dem Zufall überlassen werden. Es gilt, die Potenziale, die der Umgang mit Tieren - wobei der Schwerpunkt auf Hunden, Katzen und Kaninchen liegt - alten und kranken Menschen bieten kann, optimal zu nutzen.

Um das zu vermitteln, wurden für die berufsbegleitende Weiterbildung Wissenschaftler/innen und Praktiker/innen aus den Bereichen Gerontologie, Altenhilfe, Veterinärmedizin und Sozialwissenschaftler gewonnen.

Besonderes Augenmerk liegt auch auf dem Tierschutz. Denn ganz wichtig ist, dass Tiere, die den beschriebenen „therapeutischen" Aufgaben nachgehen, nicht instrumentalisiert und überfordert werden.

Ziele 

der Weiterbildung sind, die Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen im Bereich der Altenhilfe zu befähigen,

  • den Einsatz von Tieren zu initiieren,
  • zu planen,
  • durchzuführen,
  • und Erfolgskontrollen vorzunehmen.

In Ausnahmefällen können Sie in Absprache mit dem Veranstalter Ihren sozialverträglichen Hund mitbringen. Wir bitten Sie jedoch, gerade im Sinne Ihres Hundes/Ihrer Hunde, diese wenn irgend möglich zu Hause zu lassen. Außerdem weisen wir darauf hin, dass keine Ausbildung zum Therapiehund erfolgt.

 

 

 

Suchen
Veranstalter

Diözesan Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V.

 

in Kooperation mit dem

 

 

Kuratorium Deutsche Altershilfe

Wilhelmine-Lübke-Stiftung e.V.

 

Linktipps